Wetterstation

Die Wetterstation liegt inmitten von Einzel- und Reihenhausbebauung am Südrand der Stadt, in unmittelbarer Nachbarschaft von landwirtschaftlichen Flächen im Süden und Osten. Die Nordsee liegt 10 km entfernt in westlicher Richtung.

Trotz des 10m Mastes wird der Wind bei höheren Geschwindigkeiten durch die Bebauung abgebremst. Ab Windstärke 8 kann das schon 1 – 1 ½ Beaufort ausmachen, insbesondere bei Spitzenböen (anhand von Vergleichsdaten der DWD-Station in Leck, 9 km in östlicher Richtung gelegen). Bei nordöstlichem Wind ist die Messung durch hohe Bebauung stark beeinträchtigt.

Die aktiv belüftete Vantage Pro2 Basisstation mit beheizbarem Regenmesser ist seit November 2005 in Betrieb und wurde 2006 bis 2008 um weitere Sensoren erweitert.
Zum Einsatz kommen folgende Sensoren: Wind, Temperatur- und Luftfeuchtigkeit, UV- und Solar, Blattfeuchte (Leaf-Wetness), Bodenfeuchte (Soil-Moisture) in 5, 10, 20 und 50 cm Tiefe, Erdbodentemperatur in 5, 10, 20, 50 und 100 cm Tiefe sowie 5 cm über dem Erdboden. Der Regendauersensor registriert jede Form von Niederschlägen, allerdings kann es bei der Erfassung von Schneefall je nach Beschaffenheit der Eiskristalle (trocken oder feucht) Probleme geben. Die zweite Temperaturstation in 2m höhe (Einfahrt) wird mittels Strom dauerbelüftet.

Die hervorragende Bedien- und Auswerte-Software "PC-Wetterstation" (WsWin) ist von Werner Krenn und ermöglicht eine umfassende Datensammlung die dann mittels FTP-Uploader ins Netz gestellt wird.

Parallel halte ich die Wetterdaten (Temperatur, Feuchte, Niederschlag,  Wind und Wetter) tagebuchmäßig fest. Die Aufzeichnungen reichen bis Anfang der 80er-Jahre zurück. Die eigentliche Wetterbeobachtung begann ich 1960 mit einem Maximum-Minimum-Quecksilber-Thermometer (mit Schleppmarke) und einem Barometer.

In einem großen Archiv sammle ich u.a. „Besondere Wetterereignisse“ (Schnee, Eis,extreme Temperaturen + Niederschläge, Unwetter) sowie Orkan- und Sturmflut-Wetterlagen (Messdaten, Medienberichte u.a.m.).

Hier nun einige Fotos von der Station: (ein Klick auf die Bilder vergrößert es)

Bild 1: Gesammtansicht
Bild 1: Gesammtansicht
Bild 2: Vantage Pro 2 und Messinstrumente
Bild 2: Vantage Pro 2 und Messinstrumente
Bild 3: Wind- , Solar-, und UV-Sensor
Bild 3: Wind- , Solar-, und UV-Sensor
Bild 4: Erdbodenmessfeld
Bild 4: Erdbodenmessfeld
Bild 5: Regenmesser
Bild 5: Regenmesser
Bild 6: Schneebrett
Bild 6: Schneebrett

Bild 2:

Oben: Strahlungsschutzhütte
Mitte: Sendestationen und Regenmesser
Unten: Bodenmeßfeld
Links aussen am Laternenpfahl:  2. Temperatur-/Feuchtestation VP2

Bilder 4+5:  unbewachsenes Meßfeld für die Erdboden-Sensoren

Meßfeld über dem Erdboden

Messfühler in 5 cm Höhe

Meßfeld im Erdboden

Temperatur-Sensoren in 5,10, 20, 50 und 100 cm Tiefe
Bodenfeuchte-Sensoren (Soil Moisture) in 5, 10, 20 und 50 cm Tiefe

Bild 5:  In 1 Meter Höhe auf dem Holzpfahl montiert

Regenmesser Vantage PRO
Regendauersensor
Blattfeuchtesensor
Lambrecht-Regenmesser nach DIEM: tägliche Kontrolle

Regenmesser nach HELLMANN: wöchentliche Kontrolle (verdunstungsfrei) 
                                                  bei Schneefall wird ein Schneekreuz eingesetzt

Bild 6: Schneebrett zur Messung der Schneehöhe

Erläuterungen zu einigen Messwerten


UV-Sensor/UV-Index


Erläuterungen zum UV-Index vom Bundesamt für Strahlenschutz

Bodenfeuchte-Sensor (Soil Moisture)


Anzeige in Zentibar (cb) Bodenbedingungen
0-10 Gesättigter Boden. Typisch im Winter und nach ergiebigen Regenfällen
10-20 Gesättigter Boden. Typisch im Winter und nach ergiebigen Regenfällen
20-60 Boden ist gerade noch ausreichend feucht. Bei sehr leichten Böden kann eine Bewässerung bereits angemessen sein
60-100 Boden trocknet aus. Auch schwerer Boden muss jetzt bewässert werden.
100-200 Trockener Boden

Blattfeuchte-Sensor (Leaf-Wetness)


Anzeige von 0 lf (trocken) bis 15 lf (Nass).

PMV-Predicted Mean Vote - lndex für das persönliche Wohlbefinden


Hinter diesem Wert verbirgt sich unter <5°C die gefühlte Temperatur.

Ab 5°C wird dieser Wert mit einem empirischen Verfahren unter Einbezug der Windgeschwindigkeit, der Temperatur und dem Taupunkt als Maß der Luftfeuchte ermittelt.

Die ermittelten Werte (in Klammer angezeigt) werden auf den PMV-Index umgesetzt:

PMV-Index Gefühlte Temp. (°C) bzw. empirischer Wert Physiologische Wirkung
<-3 <=-26° extremer Kältestreß
-3 -25° ... –16° starker Kältestreß
-2 -15° ... –10° mäßiger Kältestreß
-1 -10° ... +4° schwacher Kältestreß
0 +5° ... +9° Normal
+1 +10° ... +15° schwache Wärmebelastung
+2 +16° ... +25° mäßige Wärmebelastung
+3 +26° ... +25° starke Wärmebelastung
>+3 >+36° extreme Wärmebelastung